Was Sie über Accelerated Mobile Pages wissen sollten

10. März 2016 um 7.54 Uhr
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Das Surfen mit mobilen Geräten ist oftmals kein Vergnügen, sondern eine langsame und gelegentlich sogar  frustrierende  Erfahrung – das soll sich zukünftig ändern. Das  Accelerated Mobile Pages (AMP) Projekt ist eine Open Source Initiative (Googles Antwort auf Facebook Instant Articles und Apple News). Dahinter steht die Vision, für das mobile Internet optimierte Inhalte zu schaffen, die überall verfügbar sind und sofort – also ohne Wartezeit – geladen werden.

Architektur als Rahmen für Geschwindigkeit

Mit der verstärkten Nutzung von Mobilgeräten hat sich auch die Art und Weise geändert, wie Inhalte konsumiert werden.  AMP HTML ist ein neuer Weg für die Erstellung von Seiten, die für die verzögerungsfreie Darstellung auf Mobilgräten optimiert werden. Smart Caching, zuverlässige Performance und moderne, ansprechende Inhalte werden so unterstützt. Da sich AMP HTML auf existierende Web-Technologien stützt und nicht auf ein Template basiertes System, können Herausgeber weiterhin ihren eigenen Content hosten und gleichzeitig die Nutzererfahrung verbessern. Das alles im Rahmen einer Architektur die optimiert ist für Geschwindigkeit und Performance.

Was ist eine Accelerated Mobile Page (Abkürzung: AMP)?

Accelerated Mobile Page (AMP) bedeutet übersetzt: beschleunigte mobile (Web-) Seite. Es handelt sich um ein Projekt von Google und Twitter. Im Prinzip handelt es sich um eine abgespeckte Form von HTML – sozusagen HTML auf Diät.

Warum sind Accelerated Mobile Pages so schnell?

AMP HTML setzt auf ein offenes Netz, in dem Ihre Inhalte in jedem modernen Browser und in jeder App korrekt dargestellt werden. Sie veröffentlichen Ihre Inhalte ganz normal auf Ihrer Webseite, die Seiten werden über von Google erstellte Caches beschleunigt dargestellt. Daher: HTML auf Diät. Also können Sie bestimmte HTML Tags nicht benutzen. Sie werden auch eine windschnittige Form von CSS benötigen. Das meiste wird noch funktionieren, aber einiges entspricht dann nicht mehr dem Standard und muss entfallen. JavaScript kann man in diesem Zusammenhang ebenfalls nicht mehr wie bisher nutzen. Es gibt dafür aber eine fertige JavaScript Library, bereitgestellt über die Initiative.
Es geht bei AMPs vor allem um Lesbarkeit und Geschwindigkeit. Bilder werden z.B. erst dann geladen, wenn man beim Scrollen an der entsprechenden Stelle  angekommen ist. Hierfür könnten zukünftig spezielle JavaScript Bibliotheken auch Bestandteil von Betriebssystemen werden, so dass man sich um solche Anpassungen keine Gedanken mehr machen muss. Das Ganze wird dann durch Google per Cache zwischengespeichert, sodass die Inhalte gleich am Ort des Abrufs verfügbar sind und nicht erst von der Quelle geholt werden müssen.

Wie kann man sich vorbereiten?

Zur Validierung Ihrer AMP Seiten nutzen Sie die Developer Tools in Chrome – im Verzeichnis finden Sie den Zugang zur AMP Projekt Webseite: Über den Menüpunkt  „Ist das eine AMP Seite“  erhalten Sie eine Auswertung mit Hinweisen auf eventuelle Probleme Ihrer Seite.  Das Erstellen von AMPs sollte möglichst effizient ablaufen – für einige der populären CMS gibt es bereits Plugins, die Ihnen diese Arbeit weitgehend abnehmen, so z.B. für WordPress.

Weitere Informationen zu AMP:

  • g.co/ampdemo – So könnten AMPs in Suchergebnissen aussehen.
  • ampproject.org – Die AMP Projekt Webseite mit technischen Infos, Tutorials, etc.

AMPs werden in den Suchergebnissen ausgewiesen

Seiten im AMP Format werden von Google in den Suchergbnissen gekennzeichnet, so dass User diese Art von Seite direkt erkennen können. Eine klare Aussage zum Einfluss des neuen Formats auf SEO und Suchmaschinen Rankings hat Google noch nicht getroffen. Website Performance ist bereits jetzt ein Ranking  Signal, von daher ist zu erwarten, dass die optimierte Geschwindigkeit sich dann auch positiv auf die Rankings in der mobilen Suche auswirken wird.


Gastbeitrag von: seologen.ch

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